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Letztes Update: 28.Oktober

Optimierung von Windows 95 zum Videoschnitt


Windows 95 ist nach der Erst-Installation auf größte Benutzerfreundlichkeit ausgelegt. Dabei werden Funktionen aktiviert, die zum Beispiel in kurzen Intervallen prüfen, ob eine CD in das Laufwerk eingelegt wurde. Diese Funktionen können sich störend beim Aufnehmen und Abspielen von Videos bemerkbar machen, da sie dem Computer wertvolle Rechenzeit stehlen. Die nun folgenden Tips sollten Sie auch bei Ihrem Computer durchführen, falls Sie eine höhere Kompressionsrate erzielen wollen.

Entfernen nicht benötigter Programme

Entfernen Sie aus dem Verzeichnis "Windows/Startmenü/Programme/Autostart" alle Programme, die Sie nicht benötigen. Virenscanner die sich von Zeit zu Zeit selber aktivieren behindern die Videoaufnahme ebenso wie zum Beispiel der Adobe Type Manager. Im Extremfall kann es sogar nützlich sein, die Uhr in der Taskleiste zu deaktivieren, jedoch gibt es einflußreichere Maßnahmen zur Systemoptimierung, die zuerst eingestellt werden sollten.

Optimierung in der Systemsteuerung

Klicken Sie auf den Windows Start-Button Links unten auf dem Bildschirm und fahren bei gedrückter Maustaste auf den Punkt "Einstellungen" und wählen hierbei "Systemsteuerung". In dem nun geöffneten Window "Systemsteuerung" klicken Sie nun doppelt auf das Icon mit der Unterschrift "System". In dem sich jetzt öffnenden Fenster sehen sie im oberen Teil vier "Karteikärtchen". Klicken Sie auf "Leistungsmerkmale". Hier muß nun unter den Punkten Dateisystem und virtueller Arbeitsspeicher 32-Bit stehen. Sollte dagegen 16-Bit oder der "Dos-Kompatiblitätsmodus" angeführt sein, verschenken Sie wertvolle Leistungsreserven. Dies ist meist auf überflüssige Treiber in den Dateien "Autoexec.bat" oder "Config.sys" zurückzuführen. Es gibt keine allgemeinen Tips wie Sie diese aufspüren können, jedoch sollte Ihnen jeder Fachmann in diesem Fall helfen können. Auch sollte für den Videoschnitt kein Komprimierungsprogramm installiert bzw. aktiviert sein. Ist diese Klippe umschifft, klicken Sie auf "Dateisystem...". Unter der gezeigten Karteikarte "Festplatte" kann man mit dem Schieberegler "Leseoptimierung" experimentieren. Bei manchen Systemen bringt die Vergrößerung auf 64 KB etwas mehr Performance, andere Systeme laufen mit weniger oder sogar ganz ohne Leseoptimierung besser. Hier hilft nur das einfache Prinzip des Trial and Error. Wirklich wichtig ist dagegen in der Karteikarte "Fehlerbehebung" die Option "verzögertes Schreiben für alle Laufwerke deaktivieren" anzukreuzen, da sich Windows 95 nun nicht mehr bei der Videoaufzeichnung "einmischen" kann. Klicken Sie nun einmal auf den OK-Button. Nun sollten Sie sich wieder im Fester "Eigenschaften für System" befinden. Wählen Sie nun die Karteikarte "Geräte-Manager" und klicken Sie dort auf das Pluszeichen neben CD-Rom. Klicken Sie nun einmal auf das nun hinzugekommene Modell, so daß dieses markiert erscheint und drücken Sie anschließend den Eigenschaften-Knopf am unteren Bildrand. Wählen Sie nun die Karteikarte "Einstellungen" und deaktivieren Sie die Funktion "automatische Benachrichtigung beim Wechsel". Drücken Sie den OK-Button und anschließend den darunter liegenden Schließen-Knopf und lassen Sie ihren Computer neu starten.

Festplatte defragmentieren

Das A und O einer schnellen Datenübertragungsrate ist die Pflege der Festplatten-Struktur. Wenn Sie nämlich länger auf einer Festplatte arbeiten und dabei öfters Dateien löschen und neue erzeugen (was Windows 95 im übrigen auch ohne Sie macht), werden die Dateien nicht mehr an einem Stück auf die Festplatte geschrieben, sondern in einzelnen Stückchen, die sich über die gesamte Festplatte verteilen. Dadurch muß der Lesekopf der Festplatte im wahrsten Sinne des Wortes zwischen den Stückchen hin- und herspringen, was extra Zeit kostet und die Performance deutlich senken kann. Um dem entgegenzuwirken sollten Sie - wenn Sie den Computer einmal nicht benötigen - zweimal auf das Arbeitsplatz Icon auf dem Desktop klicken und mit der rechten Maustaste das gewünschte Laufwerk selektieren. Es klappt nun ein Menü aus der Maus, in dem Sie den Punkt "Eigenschaften" auswählen sollten. Wählen Sie in dem nun erscheinenden Fenster auf die Karteikarte "Extras" und drücken sie den Button "Jetzt optimieren". Diese Optimierung dauert einige Zeit, aber Ihr Computer sollte danach wieder etwas flotter verhalten.

Sinvolle Festplattenaufteilung

Auch sehr wichtig für optimales Arbeiten ist eine sinnvolle Aufteilung der Festplatte(n). Am besten wären eigentlich drei seperate Festplatten. Eine könnte dann alle benötigten Windowsprogramme aufnehmen, die Zweite stände für die permanente Auslagerungsdatei von Windows zur Verfügung, und die dritte Platte könnte einzig und allein ihre Videodaten aufzeichnen und wiedergeben. Aber auch bei nur einer Festplatte können Sie bei der Aufteilung der Partitionen so manches beachten. Was sind nun Partitionen ? Windows 95 unterstützt mit allen bisher frei erhältlichen Versionen ausschlißlich das FAT-Dateisystem. Dieses noch aus DOS-Zeiten überbrachte Relikt sorgt dafür, daß kein Laufwerk verwaltet werden kann, das größer als 2 Gigabyte ist. Schließt man nun ein solches Laufwerk an, so muß man dieses Laufwerk partitionieren, d.h. es wird das Laufwerk in mehrere Teile zerlegt, die kleiner als 2 Gigabyte sind und unter Windows 95 als verschiedene Laufwerke erscheinen. Jedes dieser (virtuellen) Laufwerke erhält nun einen Buchstaben. Angefangen wird mit C, welches immer die erste Partition auf der ersten Festplatte ist. D ist dann die erste Partition der zweiten Festplatte, sofern eine solche vorhanden ist. Gibt es keine zweite echte Festplatte im System, bekommt die zweite Partition des ersten (und einzigen) Laufwerks den Buchstaben D. So werden weiters alle Paritionen mit Buchstaben versehen und kommen auch dementsprechend durcheinander wenn eine weitere Festplatte ins System eingebaut wird. Je größer eine Partition ist, desto verschwenderischer geht sie mit dem Speicherplatz um, was mit den Clustergrößen der Dateien zu tun hat. Ohne hier näher ins Detail gehen zu wollen, ist es sehr verschwenderisch auf einer 2 Gigabyte Partition Windows 95 mit seinen unzähligen Dateien zu installieren. Daher empfiehlt es sich als erste Partition auf einer Festplatte 500 MB für das Betriebssystem und die benutzten Programme zu reservieren. Der übrige Speicherplatz kann dann ruhig mit 2 Gigabyte Partitionen gefüllt werden, sofern hierauf in erster Linie wenige, große Videodateien abgelegt werden sollen. Bei vielen Festplatten ist es auch noch Sinnvoll den letzten 100-300 MB einer Festplatte eine eigene Partition zuzuweisen, da dieser Teil der Festplatte meistens etwas langsamere Zugriffszeiten und Transferraten besitzt. Dadurch erhöht sich die minimale Dauertransferrate auf der vorhergehenden Partition. Die Einteilung in System/Programme und Videodatenpartition besitzt noch einen weiteren Vorteil: Da Windows 95 permanent Dateien ändert, löscht oder neu erzeugt verteilen sich diese Daten über die gesamte Partition auf der sich das Betriebssystem befindet. Legen sich nun zwischen diesen Daten auch Videodateien, können diese eventuell nicht flüssig abgespielt werden, da die Platte permanent fragmentiert ist. Daher muß die Platte viel öfter defragmentiert werden, was sehr zeitaufwendig ist. Die Partitionen werden einmalig mittels eines DOS-Programms (FDISK) erstellt, und können mit den bei Windows 95 mitgelieferten Hilfsmitteln nicht mehr geändert werden, ohne den Inhalt der Partitionen komplett zu löschen. Daher möchte ich auch keinem Computeranfänger ans Herz legen selbständig mit FDISK zu experimentieren. Jedoch gibt es seit geraumer Zeit einige Hilfsprogramme wie Partition Magic, die es erlauben Patitionsgrößen zu ändern ohne den Inhalt zu verlieren und Statistiken zu erstellen, wieviel Speicherplatz sinnlos verschwendet wird. Anfänger sollten eher zu solchen Hilfsprogrammen greifen, um ihre Festplattenperformance zu verbessern. Seit geraumer Zeit liefert Microsoft auch eine Windows 95 Version aus, die nur Hardwarehersteller (OEM´s) auf Computern installieren dürfen. Diese Version ist im freien Handel nicht erhältlich und unterstützt ein neues Dateisystem namens FAT 32. Dieses Dateisystem geht auch bei großen Partitionen nicht so verschwenderisch mit vielen kleinen Dateien um und erlaubt überdies Partitionsgrößen über 2 Gigabyte. In diesem Fall würde ich dennoch aus oben genannten Fragmentierungsgründen eine 500 MB Partition für das System und die benötigten Programme reservieren. Die restliche Festplattenkapazität bis auf die letzten 200 MB sollte dann eine einzige Videopartition bilden.

Busmastertreiber installieren

Die Installation von Busmastertreibern bewirkt, daß der Prozessor beim Abspielen und Aufnehmen von Videos nicht mehr Rechenzeit für den Datentransfer zur Verfügung stellen muß. Stattdessen kann die Festplatte ihre Daten ohne diesen Umweg direkt in den Hauptspeicher des Computers transportieren. Dadurch steigt die Datentransferrate merklich. Die Busmastertreiber liegen fast allen aktuellen Mainboards bei und lassen sich meist auch problemlos installieren, wenn sich keine nicht-unterstützte Hardware im System befindet (z.B. das alte CD-Rom Laufwerk Sony CDU 50E). Gibt es jedoch bei der Installation Probleme, so kann das leicht eine komplette Neuinstallation von Windows 95 bedeuten. Sollten Sie also durch die vorher genannten Tuning Tips schon mit Ihrer Kompressionsrate zufrieden sein, lassen Sie lieber die Finger von dieser Treiberoptimierung. In manchen Newsgruops im Internet hört man auch Stimmen, die behaupten, Busmastertreiber hätten Ihren Computer beim Videoschnitt eher verlangsamt.

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