slashCAM Startseite
Forum
News
Artikel
Benchmark
DV-Lexikon
Gebrauchtbörse
Video News
Apple stellt mit MacBook Neo günstigstes MacBook mit A18 Pro mobiler CPU vor
GoPro scheint an einer kompakten Cine-Kamera zu arbeiten
Honor Robot Phone - erstes Smartphone mit integrierter Ausklapp-Gimbalkamera
Kleines Upgrade und neues Topmodell - Apple Studio Display und Studio Display XDR
Neue Apple MacBook Pro und Air Modelle, erstmals auch mit M5 Pro und M5 Max
Apple iPhone 17e: A19 Chip, doppelter Speicher – zum gleichen Preis wie Vorgänger
ARRI Farb-Science wandert in Consumer-Smartphones von Honor
Orico MetaBox vorgestellt - hybrides NAS für Festplatten und NVMe SSDs speziell für Cutter
ZEISS Otus ML 1.4/35mm - manuelles, lichtstarkes Weitwinkelobjektiv vorgestellt
Sigma bestätigt Entwicklung des 85mm f/1.2 DG Art für E- und L-Mount
Googles neues KI-Modell Nano Banana 2 zapft jetzt die Google-Suche an
ATOMOS für Nikon ZR: Camera Control und Touch to Focus verfügbar
ATOMOS Ninja Raw vorgestellt: 1500 NIT 5“Screen, 6K 30p ProRes RAW CFExpress-Aufnahme
Adobe führt Quick Cut im Firefly Video Editor ein
Sigma AF Cine Line 28-105mm T3 FF, 35mm F1.4 DG II ART und 15mm F1.4 DC vorgestellt

Canopus EZDV



Mit der Einführung der EZ(Easy)DV-Schnittkarte will Canopus wohl der drohenden Gefahr von billigen Firewirekarten entgegenwirken. Schließlich berichten immer mehr User von einer funktionierenden Kombination aus Windows 2000 und diversen No-Name Karten. Warum sollte also der Käufer rund 700,- DM auf den Tisch legen, wenn er auch schon für 200,- DM eine Schnittkarte mit Software erhalten kann?

Im Gegensatz zur DV-Raptor, welche Canopus auch weiterhin als Luxus-Soft-DV-Karte im Angebot behalten will, ist als erstes die fehlende Durchschleif-Möglichkeit des analogen Videosignals weggefallen. Ich muß dazu sagen, daß ich diese Möglichkeit nicht besonders vermisse. Der Soft-DV-Codec von Canopus ist mittlerweile so schnell, daß er auf aktuellen Systemen sogar eine subjektiv bessere Vorschau auf dem Computermonitor erlaubt, als wenn das Signal über ein analoges Overlay erzeugt wird.

Besonders praktisch ist dabei, daß das Signal beim Schnitt nach wie vor am digitalen Ausgang der Firewire-Karte anliegt, so daß man nach wie vor einen Video-Kontrollmonitor über einen Camcoder mit DV-In anschließen kann.

Weiterhin bietet Canopus (um das Produkt von der Raptor abzugrenzen) keinerlei Treiberunterstützung für Premiere oder Media Studio Pro an. Als Schnittapplikation mit Timeline-Player steht einzig und allein das mitgelieferte EZEdit zur Verfügung. Dieses entspricht praktisch dem schon auf dieser Seite getesteten Raptor Edit. Das bedeutet aber nicht, daß man mit der EZDV nicht unter Premiere arbeiten könnte. Da der mitgelieferte Codec nach wie vor VideoforWindows-kompatibel ist, lassen die Clips der EZDV natürlich auch in andere Schnittapplikationen importieren.

Wer schon im Besitz einer "großen" Videoschnittapplikation ist, kann mit dieser durchaus seine Spezialeffekte erzeugen. Nur zum Aneinanderhängen und Herausspielen der einzelnen Clips muß EZEdit bemüht werden. Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: EZEdit ist ein durchaus beachtenswertes, besonders schnelles und stabiles Editing-Programm. Für meine Anwendungsfälle ist der Funktionsumfang jedoch etwas zu limitiert (keine mehrfachen Superimpose-Spuren, wenige Filter). Wer jedoch nicht gerade auf Special Effekts aus ist, sondern nur einen Urlaubs oder Industriefilm sauber und schnell schneiden will, dürfte an dieser Applikation nichts vermissen.

Ebenfalls dem Rotstift zum Opfer gefallen ist die 16:9 Unterstützung. Wer mit diesem Format arbeiten will, soll nach dem willen von Canopus zu einer größeren Schnittkarte greifen.

In den übrigen Bereichen ist die Karte mit der DV-Raptor identisch, d.h. sie besitzt ebenfalls den äußerst schnellen DV-Codec von Canopus und auch einen Ram-Puffer auf der Platine, der Dropped Frames wirkungsvoll zu verhindern weiß.

Weiters findet sich im Paket noch SoftExplode, eine Plugin-Erweiterung, welche 3D-Effekte ohne VGA-Karten Unterstützung berechnet. Wie schon öfters erwähnt, würde ich diese Effekte (wenn überhaupt) nur spärlich einsetzen. Wer aber Gefallen an herumwirbelnden Bildern hat, dürfte in diesem Paket eine geeignete Spielwiese finden.

Zuletzt hat Canopus auch noch Smart-Sound ins Paket gepackt, womit sich auch ohne musikalische Grundkenntnisse schnell eine passende Sound-Untermalung zum eigenen Video kreieren läßt.

Fazit:

Das faszinierenste an allen Canopus-Produkten besitzt auch die EZDV. Die nahezu unerschütterliche Stabilität und Kompatibilität mit diversen Camcoder-Familien, was letztendlich einen problemlose Installation und Schnittarbeit bedeutet. Gegenüber "No-Name" Firewire-Lösungen bietet die EZDV in den Bereichen Kompatibilität, Stabilität und Geschwindigkeit einen echten Mehrwert, den sich Canopus aber auch dementsprechend bezahlen läßt. Wer schon eine Schnittapplikation wie Premiere oder Media Studio besitzt und beim Arbeiten auf Timelineplayback verzichten kann, für den dürfte die EZDV sogar die bessere Wahl gegenüber einer DVRaptor sein. Schade ist dabei, daß all die Beschränkungen der EZDV nur aus marktstrategischen Gründen existieren. So könnte Canopus mit einem kleinen Software-Update, praktisch die volle Raptor-Funktionalität zur Verfügung stellen. Für eine derartige EZDV würden sicherlich viele Anwender auch gerne 1000,- DM zahlen.

Dennoch ist die EZDV jede Mark wert. Gerade für Anwender, welche einfach nur schneiden wollen ohne sich näher mit ihrem System auseinander zu setzen.




VideoX ist umgezogen zu slashCAM - aktuelle Artikel und News zum Thema Digitales Video gibt´s jetzt dort