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Matrox Digisuite LE mit Premiere RT



Endlich wird die Digisuite LE auch mit einer speziell angepassten Version von Premiere 5.1 (RT) ausgeliefert und ist seit der NAB schon für knapp 9500,- DM erhältlich. Grund genug für uns, einen weiteren kritischen Blick auf das neue Paar zu werfen.

Die Hardware

Die Digisuite LE ist eine Dual-Stream-MJPEG PCI-Karte mit eingebautem Videomischer. Im Unterschied zu anderen Lösungen stellt die Matrox-Lösung jedoch von vornherein neben FBAS- und Hosiden-Anschlüssen auch die im Profibereich üblichen Komponenten-Signale zur Verfügung. Zusätzlich verfügt die Karte über 4 symetrische Audio Ein- und Ausgänge, welche ebenfalls in gehobenen Studios zur Standard-Austattung gezählt werden dürfen. Leider müssen all diese Signale in der Standard Version über Kabelpeitschen aus dem PC geführt werden, was einer unübersichtlichen Verkabelung sehr förderlich ist. Separat erhältlichen Breakout-Boxen für Audio und Video, die diesen vorprogrammierten Kabelsalat wirkungsvoll verhindern können, läßt sich Matrox mit jeweils knapp 1000,- fürstlich bezahlen.

Wer jedoch die weiteren technischen Daten der Karte betrachtet, erkennt, daß die Matrox Karte alles andere als ein Spielzeug ist: Neben dem gleichzeitigen abspielen von zwei MJPEG-Videostömen mit einer maximalen Datenrate von 15 MB/s können noch zahlreiche Echtzeit-Effekte (2-D DVE, Borders, Farbkorrektur, Chroma und Luma-Key) auf beide Videosignale gelegt werden. Zusätzlich steht noch ein dritter Echtzeit-Grafikkanal mit Alpha-Maske und Transparenzkontrolle zur Verfügung. Dadurch ist es mit der Digisuite LE beispielsweise möglich einen Bild-im-Bild Effekt mit Untertiteln in Echtzeit zu erzeugen.

Die Software

Unter Profis wird Adobes Premiere oftmals als nicht ernstzunehmende Spielzeug-Lösung abgetan. Adobes Schnittprogramm hatte mit dem Versionssprung auf die 5.0 zwar funktional seine Oberfläche an die Profiliga angepasst, jedoch blieb bei der kompletten Neuprogrammierung des Systems die Stabilität auf der Strecke. Schuld daran war unter anderem die komplett neu gestaltete Hardwareeinbindung von Videoschnittkarten (HAL), die nun Echtzeit-Effekte mit speziell angepassten Treibern ermöglicht. Mit dem Sprung auf die Version 5.1 gelang es Adobe später, die gröbsten Bugs aus der Schnittsoftware zu entfernen, wodurch sich mittlerweile - sauber programmierte HAL-Treiber vorrausgesetzt- durchaus stabil mit dem System arbeiten läßt.

Außerdem packt Matrox zum Preis von 9500,- DM auch noch den bewährten Software Titler Inscriber und die 3D-Effekt-Plugins Boris Effects hinzu. Mit dieser Softwareausstattung stehen einem Videostudio eigentlich alle gebräuchlichsten Tools zur Verfügung. Nur für komplexe Compositing-Aufgaben muß man noch zusätzliche Software anschaffen, wobei die Digisuite LE auch problemlos mit Adobes After Effects zusammenarbeitete.

Die Vermählung

Zum diesem Test stellte uns die Firma Matrox ein gut ausgestattetes Komplettsystem zur Verfügung (Compaq AP500 mit 2x400 Mhz PentiumII, 256 MB). Für die von der Digisuite geforderten Datenraten -immerhin rund 30 MB/s - sorgte ein Eurologic Disk Array, welches aus 4 x 18 GB-Seagate Cheetah SCSI Platten bestand. Die Platten wurden intern von Windows NT softgestriped und gehören mit ihren 10.000 UPM zu den schnellsten erhältlichen Harddisks auf dem Markt. Wer eine ähnliche Konfiguration zu Hause plant, sei im Vorraus gewarnt: Ein derartiges Disk-Array erzeugt einen Geräuschpegel, der durchaus mit einem startenden Flugzeug aus größerer Entfernung vergleichbar ist. Daher sollte man die Festplatten auf jeden Fall in einen Nebenraum verbannen, was jedoch eine sorgfältige SCSI-Verkabelung vorraussetzt. Mittlerweile lassen sich jedoch auch mit handelsüblichen (und leiseren!!!) EIDE-Platten Datenraten von ca. 30 MB/s erzielen, worüber ihr in unseren Festplattenartikeln mehr lesen könnt.

Da sich viele Leser sicherlich mit dem Kauf einer Digisuite schon am Rand ihres Dispo-Kredits bewegen und sich das System folglich lieber selber zusammenstellen als ein Komplettsystem zu erwerben, haben wir paralell zu dem vorkonfigurierten Rechner auch noch eine eigene Installation auf einem handelsüblichen NT-PC durchgeführt. Dabei traten keinerlei Probleme auf. Nachdem man alle mitgelieferten Programme installiert hat, kopiert der Matrox-Treiber selbständig alle notwendigen Dateien in die dafür vorgesehenen Plugin-Verzeichnisse. Wer etwas NT-Kentnisse mitbringt kann mit Sicherheit auf ein Turnkey-System verzichten.

In unserem Compaq AP500 befand sich weiters die Digi-Desktop Karte (natürlich wieder für ca. 1000,- DM extra), welche es unter NT ermöglicht, die Bildschirmausgabe auf zwei Monitore zu verteilen. Dadurch werden Desktop-Auflösungen von bis zu 3200 x 1200 Pixel möglich. In der täglichen Arbeit erweist sich dieses Feature jedoch als wenig praxisrelevant, da Windows NT und Premiere die unangenehme Eigenschaft besitzen alle Dialogboxen zentriert darzustellen.

Dadurch erscheint jeder Dialog getrennt durch zwei Monitorgehäuseränder, wodurch man als Benutzer vor jeder Aktion damit beschäftigt wird, das jeweilige Fenster auf einen der beiden Desktops zu ziehen, um es komplett sehen zu können. Solange es keine Lösung gibt, zwei Bildschirmflächen nahtlos nebeneinander zu plazieren, halte ich Dual-Monitor Lösungen eher für einen Workflow-Killer und ziehe einen einzigen Bildschirm mit einer größeren Auflösung vor.

Bis auf die Transparanzeinstellungen durch Rubberbands in den Clips auf der Timeline, erfolgt die Integration der Digisuite-Echtzeit-Effekte in Premiere 5.1 über externe Plugins. Diese erscheinen nach der Installation im Filter- und Transition-Verzeichnis. Für meinen Geschmack sind die daraufhin erscheinenden Fenster jedoch mit 740 x 564 Pixeln etwas überdimensioniert. Wer nicht mit der Digi-Desktop Karte arbeitet, und nur einen 17-Zoll Monitor besitzt, bekommt die Filterdialoge praktisch Bildschirmfüllend zu sehen und wer kurz einen Kontrollblick auf das Desktop-Monitorfenster werfen will, kommt dann um ein nervendes Fenstergeschiebe nicht herum.

Auch die Keyframeverwaltung für die Digisuite-Effekte erfolgt in diesen Dialogen, während alle übrigen Key“s für die Standard-Premiere-Effekte in der Filter-Auswahl eingestellt werden. Dies stellt zwar einerseits sicher, daß die Digisuite Plugins unter jeder Schnittlösung (also auch Speed Razor) identisch zu bedienen sind, ist aber andererseits nicht gerade ein Vorbild an Integration in Premiere. Der Benutzer muß sich dadurch mit zwei verschiedenen Keying-Konzepten anfreunden.

Alles in Echtzeit.....

An Transitions stellt die Digisuite zahlreiche vordefinierte Graustufenübergänge zur Verfügung. Es sind also nur 2D-Übergänge möglich, bei welchen sich die Pixelpositionen des Ursprungs- und Ziel-Bildes nicht verändern. Diese Übergänge sind noch durch zahlreiche Parameter (z.B.: Richtung, Teilung oder Invertieren) veränderbar. Um selber erzeugte Graustufenmasken als Übergang zu verwenden, muß man in den Filled Key wechseln. Andere Hersteller (wie beispielsweise Pinnacle) liefern für ihre Echtzeitlösungen Graustufenmasken von Drittherstellern (z.B.: Pixlean Spice Rack) aus, die durch den Filled Key auch Digisuite-Anwendern zur Verfügung stehen.

Die Mitgelieferte Farbkorrektur besteht hauptsächlich aus 4 Reglern für Hue, Chroma, Level und Setup. Gerade der aktive Hue-Regler für eine Phasenkorrektur deutet daraufhin, daß die Echtzeit-Farbkorrektur auf das amerikanische NTSC-System ausgelegt wurde. Im europäischen PAL-System können aufgrund der invers geschalteten Phasen (=Phase alternating Line) gar keine Phasenverschiebungen auftreten, wodurch der Hue Regler hierzulande wohl eher bei freakigen Farbverschiebungseffekten zum Einsatz kommen dürfte. Die im PAL-System üblichen Black- und White-Level Regler sind dagegen offensichtlich nicht implementiert. Und auch der Support von Matrox war deutlich überfragt, wenn es um die genaue Funktionsbeschreibung der beiden Setup- und Level-Regler geht. Ansonsten bietet der Filterdialog noch weitere Echtzeit-Farbeffekte, wie beispielsweise das Einfärben von Videos oder eine Verfremdung durch die beliebten Mosaiksteinchen. Wer also denkt, sich mit der Digisuite auch ein professionnelles PAL-Farbkorrektursystem zu sparen, sollte sich nicht auf die vollmundigen Werbeversprechungen verlassen. Wer allerdings animierbare Farbeffekte in Echtzeit sucht kann mit der Digisuite LE durchaus auf seine Kosten kommen.

Die Realtime-Keying Funktionen bestehen aus einem Chroma und einem Luma Keyer. Die Einstellung des Keyers kann dabei wahlweise über Schieberegler oder über einen Color Picker erfolgen. Zusätzlich erlaubt ein Spill-Supressor die Farbkorrektur von Objekt-Kanten, die irrtümlich die Hintergrundfarbe reflektieren. Die Keyingqualität ist dabei durchaus für die meisten Fälle ausreichend, kommt jedoch nicht an rennomierte, separate Keyer wie Ultimatte heran.

Die 2D-DVE Funktionen dienen in erster Linie der Skalierung und der Bewegung eines Videos entlang eines Keyframe-Pfades. Besonders praktisch ist hierbei die Möglichkeit Videoränder auch gleich in Echtzeit zu beschneiden, da viele Camcoder öfters unsichtbare Ränder erzeugen, die normalerweise im nichtsichtbaren Randbereich eines Videobildes liegen. Bei einer Bewegung oder Verkleinerung des Videobildes treten diese Randfehler schnell in Erscheinung und können bei der Digisuite LE einfach weggeschnitten werden.
Leider können die Bilder nicht in Echtzeit rotiert werden, dafür steht noch ein Border-Effekt zur Verfügung, der das Bild mit einem Rand in einer beliebigen Farbe umhüllt.
Ein weiterer Shadow-Effekt erlaubt es, einen transparenten Schatten unter das Video zu legen, jedoch fehlt in den Optionen ein Weichzeichner, wodurch der Effekt visuell nicht an ähnliche Softwareplugins (z.B. Alien Skin -Drop Shadow) herankommt.

Echtzeitverlust...

Gerade bei letzterem Effekt stößt man auch an die Grenzen der Digisuite LE. Versucht man nämlich ein schattiertes Bild zu keyen, so verschwindet der Schatteneffekt, sobald der Keyer aktiviert wird. Scheinbar reichen hierzu die Ressuorcen der Hardware nicht aus, um beide Effekte in Echtzeit darzustellen. Und auch das aus der Werbung bekannte Versprechen alle Effekte gleichzeitig auf jeder Spur stimmt nur unter einer Einschränkung: Man muß nämlich strikt die von der Hardware vorgeschriebene Effektreihenfolge einhalten. Zuerst die Farbkorrektur und 2D-DVE Effekte, dann der Keyer, und zuletzt die Transparenz. Wer beispielsweise ein Objekt keyt, und dann die Farben des Objekts verändern will, muß den Effekt rendern lassen. Dies ist um so ärgerlicher, als daß die eben beschriebene Reihenfolge mehr Sinn machen würde. Wenn man dagegen einen Key erstellt, und die Farbkorrektur zuerst durgeführt werden muß, so verändern sich auch automatisch die zu keyenden Farben und der Key muß jedes mal neu justiert werden. Der Digisuite Benutzer hat also die Wahl zwischen viel Gefummle in Echtzeit oder einer sinnvollen Parameterreihenfolge, die gerendert werden muß.

Aber selbst beim Rendern zeigt Matrox den anderen Herstellern, was mittels trickreicher Hardwarebeschleunigung zu erreichen ist. Die Digisuite renderte die in Premiere integrierten Filter durchschnittlich ein drittel schneller, als der schnellste uns bekannte Hardwarecodec der Miro DC30/50. Erreicht wird dieser Geschwindigkeitsgewinn durch einen Trick, gleich mehrere Bilder gleichzeitig in den Speicher bzw. zurück zu laden. Will man mehrere Layer ausschließlich mit Effekten rendern, die die Digisuite hardwaremäßig zur Verfüngung stellt (nesting), beschleunigt sich der Rendervorgang noch einmal dramatisch auf bis zur dreifachen Effektlänge. So gelang es uns ein Videoprojekt von 30 Sekunden Länge, bestehend aus 4 Spuren, die mit 2 DVE“s, einem Key und zahlreichen Blenden zusammengemischt wurden, in weniger als 100 Sekunden zu rendern(!).

Auch beim Dateisystem zeigt Matrox der Konkurrenz, was stand der Technik ist. Während zahlreiche Firmen behaupten man könne das 2GB-Limit nicht umgehen, ohne die Kompatibilität zu gängigen Schnittlösungen zu verlieren, erlaubt die Digisuite Dateigrößen bis zu 12 TerraByte(!), was auch bei bester Kompression für mehrere Titanic-Epen in einer Datei ausreichen dürfte. Premiere RT spielt denn auch anstandslos diese Files jenseits der 2GB-Grenze ab.

In Verbindung mit der Digisuite LE zeigt Premiere erstmals, wozu die neue HAL-Architektur in der Lage ist. Alle Matrox-Effekte erscheinen unverzüglich sowohl auf einem angeschlossenen Previewmonitor als auch mittels Direct Draw auf dem Desktop. Egal ob Scrubbing, Titeling,Keying oder Blenden, solange man sich auf die Matrox-Plugins in der vorgeschriebenen Reihenfolge beschränkt, fallen keinerlei Renderzeiten mehr an, und man kann sich voll auf die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten seiner Arbeit konzentrieren. Auch die Audiospuren verlieren selbst bei langen Projekten niemals ihre Synchronisation. Für Effekte, die gerendert werden müssen, werden wie bei Pinnacles Instant-Video temporäre Dateien angelegt, die nach ihrer flotten Berechnung framegenau und ruckelfrei aus der Timeline wiedergegeben werden. Solange ein Effekt nicht mehr verändert wird, muß er in der kompletten Produktionsphase nur einmal gerendert werden.
Die von der immer wieder beworbenen Multiprozessor-Fähigkeit konnten wir auch unter Premiere RT nicht bemerken. Die Renderzeiten unterschieden sich nicht signifikant, egal ob wir mit einem oder zwei Prozessoren rechneten. Nur das mitgelieferte Boris-FX Plugin rechnet mit zwei Prozessoren bis zu 60% schneller. Momentan ist also die Investion in ein Multiprozessor-System bei diesem Bundle eher herausgeworfenes Geld.
In der beigelegten Premiere Readme-Datei finden sich zwar noch 20 kleinere Known Bugs, die nach wie vor unter Premiere existieren, jedoch lassen sich diese Probleme in der Regel problemlos umgehen. In manchen (nicht reproduzierbaren) Fällen zeigt Premiere beispielsweise einen überlagerten Effekt nicht korrekt an, wenn ein bearbeiteter Clip vor einem unterlagerten Clip auf die Timeline gelegt wurde. In der Praxis kommt eine solche Arbeitsweise jedoch sowieso selten vor.
Der etwas schwache interne Titler von Premiere wird durch den altbewährten Incriber ersetzt, der ebenfalls beinahe selbstredend erlaubt, alle Titel in Echtzeit auf dem Videostrom zu begutachten. Leider liegt in der mitgelieferten Version das Titeling Signal nicht auf der externen Key-Buchse der Digisuite an. Dadurch wäre es möglich externe Live-Videoströme mit Titeln zu versehen. Um dieses Feature zu nutzen muß leider die Vollversion des Inscribers hinzugekauft werden.

Insgesamt kommt bei der Arbeit mit Premiere und der Digisuite LE ein professionelles Schnittgefühl auf, welches man bisher nur von Avid-Systemen gewöhnt war. Gerade das von Avid "entliehene" 3- und 4-Point Editing, könnte sicher den einen oder anderen Avid-Cutter dazu verleiten, dieses System in die engere Wahl zu ziehen. Gerade in Profistudios dürfte neben der excellenten Bildqualität auch die angekündigte SDI-Option für großes Aufsehen sorgen.
Wer öfters 3D Effekte einsetzen will, kann für weitere 10.000,- noch ein zuätzliches 3D-Echtzeitboard erwerben. Gelegenheitsanwender dürften jedoch mit dem beigelegten Boris FX zufrieden sein.

Fazit:

Noch nie gab es so viel Realtime-Effekte für so wenig Geld. Im Vergleich zu anderen Lösungen in dieser Preisklasse (und sogar darüber) bietet kein System derartig viele Echtzeit-Effekte in Echtzeit, die auch gleichzeitig auf 2 Videoströme und einen Grafiklayer angewandt werden können. Solange man in erster Linie nur mit diesen Effekten arbeitet, ist die Wahl des Schnittprogramms reine Geschmackssache, da die Plug-ins sowohl unter Speed Razor als auch unter Premiere identisch integriert und zu bedienen sind. Gerade durch das integrierte 3- und 4- Point Editing könnte jedoch Premiere in einigen Studios Punkte sammeln. Betrachtet man die Preisdifferenz zum Speed Razor Bundle, so lassen sich für das eingesparte Geld unserer Meinung nach sinvollere Investitionen planen. Auf jeden Fall kann der ambitionierte Bastler mit der neuen Kombination aus Speed Razor und Premiere LE sicherlich ein professionelles Schnittsystem für unter 15.000,- DM realisieren, das vor einem Jahr noch mindestens das fünffache gekostet hätte.


Artikel erscheint auch in der ComputerVideo 4/99



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