slashCAM Startseite
Forum
News
Artikel
Benchmark
DV-Lexikon
Gebrauchtbörse
Video News
Zwei neue AVCHD-Cams von Canon: HF11 und HG21 HD mit 24 Mbit/s!
YouTomb: Chronik gelöschter Youtube-Clips
Avid Media Composer 3.0 Test
Regulierung von Internet-TV geplant
JVC Everio GZ-HD40 im Test
CatDV 7.0
Online Video-Tutorials von bebob
OpenCut Project 2 Registrierung gestartet
Sony XDCAM EX Clip Browser V2.0
3D Camera Tracker VooCAT 1.0 veröffentlicht
Test Panasonic AG-HMC70/AG-HMC71
MainConcept Reference für Intel-Macs
LANC-Konverter für neue Sony-Camcorder
Baz Luhrmanns Filmschule
Arbeiten mit Markern in Final Cut Pro
Letztes Update: 15. Januar

Cullmann Camglider



"Mit dem Camglider sind freibewegliche Videoaufnahmen in Profiqualität kein Problem mehr" wirbt Cullmann auf der Packung des 99,- DM teuren Schwebestativs. Nach dem Auspacken wird schnell klar, daß es sich hierbei nicht um eine übliche Schwebekonstruktion handelt: Die Kamera wird in einen Stahlrahmen eingeschraubt, der durch ein Kardangelenk über (!!) der Kamera mit einem Führungsgriff verbunden ist. Durch diese Stahlrahmenkonstruktion darf die Bauhöhe der Kamera 13,5 cm nicht überschreiten. Eine VX1000 und eine NV-DX1 paßten mit etwas Gefummle gerade noch hinein. Das Trimmen, also das Ausbalancieren der Kamera, geht enorm schnell, da sowohl die Kamera als auch der Kardangriff durch Gewindeschrauben auf zwei um 90% versetzten Schienen justiert werden können. Ein nicht mitgeliefertes Kontrolldisplay läßt sich auf den Führungsgriff aufstecken.

Bei den Aufnahmen zeigte sich jedoch schnell der Nachteil dieser Konstruktion. Während bei teureren Lösungen das Kardengelenk unter dem Camcoder liegt und die Kamera durch ein unter dem Griff positioniertes Gewicht in einem labilen Gleichgewicht gehalten wird, wird der Camglider durch das fehlende Gegengewicht nicht stabilisiert und schert bei jeder stärkeren Bewegung aus seiner Position. Daher stellt er sicher keine Alternative zum HandyMan oder der SteadycamJr dar. Dennoch kann man mit dem Camglider (und einer sehr ruhigen Hand) kleinere Kamerafahrten realisieren, solange man keine Kurven macht. Hinderlich ist hierbei die hohe Reibung im Kardangelenk selbst. Dreht man den Griff, so bewegt sich die Kamera teilweise mit. Etwas Fahrradöl oder Gelenkschmiere kann diesen Effekt sicher etwas mindern. Außerdem läßt sich diese Reibung auch zielbringend einsetzen, wenn man ein Gefühl für sie entwickelt hat.

Wer nun denkt für 99,- DM immerhin ein Kardangelenk erwerben zu können, um sich eine Schwebekonstruktion selbst zu bauen, sollte jedoch die Finger vom Camglider lassen. Das Gelenk sitzt im umgedrehten Zustand nicht fest in der Fassung, sondern rutscht lose hin und her. Ein labiles Gleichgewicht hierauf zu balancieren ist leider nicht möglich.


VideoX ist umgezogen zu slashCAM - aktuelle Artikel und News zum Thema Digitales Video gibt´s jetzt dort