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Fast AV-Master


Die AV Master Videoschnittkarte von FAST existiert bereits seit 1996 und beeindruckte damals nicht nur durch ihre technischen Werte. Sie ist so groß, daß es in Computern mit wenigen freien Steckplätzen sehr eng werden kann. Belustigend ist dieser Hinsicht, daß die Karte zum Einde hin dünner wird, damit damals noch der Prozessor darunter Platz hatte. Glücklicherweise liegen auf heutigen Mainboards die Prozessorsockel meistens nicht mehr hinter den PCI-Steckplätzen, da die Aussparung wohl für einen Pentium II oder einen K6 mit einem hohen Kühler nicht ausreichend sein dürfte.

Überhaupt müssen sich selbst Computerlaien nicht große Gedanken über die Installation der Karte machen, da FAST praktischerweise einen sehr detaillierte und leicht verständliche Einbaueinleitung auf einer VHS-Cassette mitliefert. Diese führt den Benutzer Schritt für Schritt durch den Einbau, die Verkabelung und die Treiberinstallation. Eine gute und vor allem wirklich hilfreiche Idee, die andere Hersteller durchaus ebenfalls aufgreifen sollten, da sie gerade Einsteigern viele frustriende Erfahrungen ersparen kann. Wer noch mehr Details erfahren will, kann sich auch an das 110 Seitige deutschsprachige Handbuch halten, welches sich gut verständlich mit der Installation und dem FASTCapture Utility befasst. Als zusätzliches Bonbon findet man in der Packung noch den Video Pocket Guide, der viele praktische Tips zur Filmgestaltung parat hält.

Die Karte selbst erlaubt Kompressionsraten von bis zu 4:1 was einer Datenübertragungsrate von knapp 5,5MB/s entspricht. Im Erscheinungsjahr der AV-Master schafften dies nur ausgewählte SCSI-Festplatten, während dies heute auch für aktuelle EIDE-Platten keine Hürde mehr darstellt. Die Karte zeichnet hierbei im klassischen 768 x 576-Format quadratische Pixel auf, was nicht der aktuellen CCIR 601 Norm gerecht wird. Diese Norm schreibt 720 Abtastwerte pro Zeile vor und entpricht in der Auflösung auch dem aktuellen DV-Standard mit rechteckigen, leicht gestauchten Pixeln. Wer einmal später AV-Master Videos nach DV oder MPEG2 konvertieren will, muß seine Videos neu skalieren, was immer einen gewissen Qualitätsverlust bedeutet. Plant man dagegen in erster Linie Videos für das Internet zu produzieren oder den Film auch wieder analog auf Band auszugeben, stellt dieses Pixelformat keinerlei Problem dar.

Im Vergleich zur DC30+ werden die Audiosignale über Miniklinken (wie bei Walkman-Kopfhörern) herein und herausgeführt. Da Tonsignale in der Regel über Chinchkabel ausgegeben werden, muß hier mit Adaptern gearbeitet werden, die nicht im Lieferumfang der Karte eingeschlossen sind. Wer ein Composite Videosignal aufnehmen will, muß ebenfalls zu einem mitgelieferten Adapterstecker greifen, da Fast sich diesen Eingang auf dem Slotblech gespart hat.

Nach der problemlosen Installation sollte sich der Anwender sich als erstes mit einem mitgelieferten Utility namens FAST Capture befassen, welches zur Aufnahme und Verwaltung von Videoclips dient.

Dieses Programm ermöglicht es dem Anwender bei der Aufnahme die relevanten Sound- und Videoparameter durch Buttons auf der Oberfläche einzustellen. Dabei werden alle gespeicherten Filme im aktuellen Verzeichnis auf Wunsch als Miniaturen dargestellt und können auch ruckelfrei -durch Hardcuts getrennt- wieder problemlos ausgegeben werden.

Zum eigentlichen Videoschnitt legt FAST die Vollversion von Media Studio 5.2 bei. Dieses Paket bietet weitaus mehr Funktionen als Premiere 5.0. So ist der Titelgenerator um einiges ausgefeilter und sogar Rotoskoping (Malen auf Videos) ist möglich. Im Gegenzug benötigt das Programm für die Berechnung von Effekten um einiges länger, als Adobes Konkurrent. Ein mitgeliefertes Plugin namens "Power Play" ermöglicht es mit der AV-Master Projekte direkt von der Timeline ruckelfrei abzuspielen. Filter und Übergänge werden hierbei in temporären Verzeichnissen zwischengespeichert und müssen, solange sie nicht verändert werden nur einmal berechnet werden. Dies spart nicht nur Zeit sondern auch Festplattenplatz, da der fertige Film nicht noch einmal auf der Festplatte gespeichert werden muß. Dies funktioniert auch mit schnellen EIDE-Platten gut, solange es sich nicht um allzukurze Schnitte auf verschiedenen Spuren handelt. Dagegen vermißte ich eine gedruckte Dokumentation zur beigelegten Software. Sich ein so mächtiges Paket wie Media Studio Pro nur über Tutorials und Online Hilfe zu erschließen, ist sicher nicht jedermanns Sache. Das Handbuch kann jedoch bei Ulead direkt nachbestellt werden.

Wer noch ausgefallenere Titel erzeugen will, findet im Karton noch Ulead Cool 3D 2.0. Diese Titel-Effekt Software erlaubt es Schriftzüge und Logos mit Materialeigenschaften (Z.B. Gold oder Mamor) zu versehen, und dreidimensional durch den Raum schweben zu lassen. Im Gegensatz zu komplexen 3D-Programmen, ist die Bedienung des Programms kinderleicht und ermöglicht es in kurzer Zeit ausgefallene Titelanimationen zu kreieren.

Wer seine Videos dagegen nicht nur auf Videocasetten ausgeben will, dürfte sich über den beigelegten Mediator 5 freuen. Dieser erlaubt es, Videos in interaktive CD-Roms einzubetten.

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